Asha: Hoffnung für eine Witwe
- Vikram Bhandari
- 29. Nov. 2024
- 3 Min. Lesezeit

Asha´s Welt brach zusammen als sie ihren Mann verlor. Ihre beiden kleinen Kinder waren gerade einmal vier und fünf Jahre alt. Ihr Mann, ein LKW Fahrer, arbeitete unermüdlich um seine Familie zu versorgen. An einem normalen Arbeitstag musste er schwere Lasten heben. Dabei verletzte er sich so schwer am Rücken, dass er seit dieser Zeit gelähmt und ans Bett gefesselt war.
Ohne das Einkommen ihres Mannes und ohne Zugang zu moderner, medizinischer Versorgung musste Asha hilflos mit ansehen, wie sich der Zustand ihres Mannes verschlechterte. Nur wenige Monate später verstarb er und Asha musste sich von da an alleine einer ungewissen Zukunft stellen.
Seit diesem Tag trägt Asha die gesamte Last auf ihren Schultern und trägt die alleinige Verantwortung ihrer Familie. Sie lebt in einer Großfamilie und ihre Angehörigen erlauben ihr und ihren Kindern in einem kleinem Raum des Familienhauses zu wohnen. Trotz dieser Einschränkungen dachte Asha nie daran aufzugeben. Als Näherin stellte sie pausenlos Frauenkleider her, aber der Ertrag reichte für die Bedürfnisse ihrer Familie nicht aus und konnte ihre Ausgaben nicht decken.
Daraufhin versuchte sie Kühe zu züchten, aber die hiesige Züchtung brachte kaum Erträge und bot keine wirkliche Hoffnung auf ein stabiles Einkommen.
Ihre Mutter bot gelegentlich ihre Hilfe an, aber es war zu wenig, um sie durch den harten Winter zu bringen, zumal sie weit entfernt lebt. Doch Asha hielt durch. Entgegen aller Widrigkeiten schaffte sie es, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Ihre Tochter Mansi studiert jetzt im ersten Jahr Computeranwendungen und ihr Sohn Aryan besucht noch die Schule, doch trotz ihres unbeschreiblichen Durchhaltevermögens bleibt das Leben für Asha ein harter Kampf. Obwohl sie schon so viel erreicht hat, fehlt ihr dennoch das regelmäßige Einkommen. Das macht für sie die ganze Situation hoffnungslos.
Als wir Asha zum ersten Mal trafen, wollten wir ihr helfen und eine Schneiderei an der nahegelegenen Hauptstrasse für sie eröffnen.
Doch Asha, die von Jahren der Not gezeichnet war, fehlte der Mut, einen solchen Schritt zu wagen. Sie äußerte ihre Bedenken und fürchtete ein Scheitern aufgrund ihrer begrenzten Erfahrung. Daraufhin suchten wir nach einer nachhaltigen Lösung, die auf ihre bestehenden Fähigkeiten aufbauen würde.
Da die Living Hope Foundation plant in der Nähe ihres Wohnortes eine Farm zu errichten, machten wir ihr folgenden Vorschlag: Durch den Kauf einer Hybridkuh wäre es möglich, etwa 15 Liter Milch pro Tag zu produzieren. Dies würde ihr eine zuverlässige Einnahmequelle sichern. Als wir Asha diesen Plan mitteilten, hellte sich ihr Gesicht zum ersten Mal seit langem auf. Sie war begeistert von dieser Idee. Neben ihrem Haus hat sie genug Platz um die Kuh unterzubringen und dieses Projekt erschien ihr machbar.
Widow`s Hope wird Asha die Kuh zur Verfügung stellen, einen Stall bauen und die anfänglichen Futtermittel bereitstellen. Da sie in der Nähe eines Waldes lebt, sollte der Zugang zu Futter langfristig kein Problem darstellen. Dieser kleine Schritt würde ihr Leben erheblich verändern und ihr helfen, Stabilität und Unabhängigkeit zu erlangen. Wir schauen auch nach Möglichkeiten, die Bildung ihrer Kinder für eine bessere Zukunft zu unterstützen. Das war immer Ashas Traum.
Der Umfang unserer Unterstützung hängt jedoch von den Mitteln ab, die wir zur Verfügung haben. Ihre Unterstützung kann den Unterschied machen. Durch Ihre Spende verhelfen Sie Asha in die Unabhängigkeit.
Vielen Dank, dass Sie an unserer Seite stehen und Teil dieser großartigen Gemeinschaft sind. Gemeinsam können wir Hoffnung Wirklichkeit werden lassen.

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